Rotorua

Wenn man in Rotorua aus dem Bus steigt, fällt einem gleich der leichte Geruch nach faulen Eier auf und in der ganzen Stadt raucht und blubbert es. Denn Rotorua liegt in einem der geothermisch aktivsten Gebieten auf der Welt und deswegen kann man dort viele heiße Quellen und Geysire bewundern – dabei vergisst man dann irgendwann auch den Schwefel-Gestank.

Wir sind in einem super coolen Hostel untergekommen, in dem wir zwei Nächte geschlafen haben und da Wochenende war, konnten wir wieder einmal Märkte besuchen. Am Sonntag waren wir auf dem Soundshell Market, der am War Memorial Park aufgebaut war und auf den ersten Blick wie ein kleiner Jahrmarkt wirkte. Es gab einen Eislauf-Platz, Luftrutschen und Essensstände und man konnte Kleidung, Schmuck und allerlei handgefertigte Produkte kaufen. Direkt neben dem Park liegt der Lake Rotorua, an dem wir noch eine kurze Pause am Steg gemacht haben und dann sind wir zum Farmers Market spaziert. Den findest du sonntags auf dem Platz Te Manawa und er eignet sich super als Stop zum Mittagessen. Es gibt nur eine kleine Auswahl an Ständen, aber dafür tolle lokale Produkte, die man auch einfach nur probieren darf.

 

Um die Geothermalgebiete in Rotorua zu bewundern, muss man nicht unbedingt eine Tour buchen, denn die Schlammtöpfe und heißen Quellen findet man auch, wenn man den Ort auf eigene Faust erkundet. Wir haben zum Beispiel den nahegelegenen Kuirau Park besucht und dabei sind diese beeindruckenden Bilder entstanden 🙂

Von Rotorua aus sind wir mit dem Bus weiter nach Auckland gefahren und dort konnten wir für eine Nacht wieder bei unserer Bekanntschaft vom Anfang unserer Reise bleiben. Ich sitze inzwischen wieder im Flieger und denke an all die Erlebnisse der letzten fünf Wochen… Ich bin sehr dankbar, dass im Großen und Ganzen alles gut gegangen ist, dass ich gesund wieder nach Deutschland fliegen kann und ich zusammen mit Svenja so eine tolle Zeit hatte.

Ich hoffe, dass ihr auch Spaß daran hattet, meine Reise ein kleines Stück mit zu verfolgen! Eure Eva 🙂

Taupo

Unsere Reise von Picton nach Taupo war wirklich ein Abenteuer. Eigentlich wollten wir am Mittag eine Fähre nach Wellington nehmen und von dort mit dem Bus weiter nach Taupo fahren. Aber weil es so starke Unwetter auf dem Meer gab, wurden die meisten Fahrten abgesagt und alle Buchungen wurden auf die kommenden Tage verschoben, die damit völlig ausgebucht waren. Wir haben dann kurzerhand entschlossen von der Süd- auf die Nordinsel zu fliegen. Dadurch haben wir sogar unseren Bus in Wellington noch bekommen und für einen Kaffee in Picton hat die Zeit auch noch gereicht.

In Wellington sind wir dann vom Flughafen aus ins Zentrum der Stadt getrampt und waren gute fünf Stunden später in Taupo, wo wir drei Nächte eingeplant haben. An Tag eins sind wir zu den Huka Falls spaziert, die wirklich total beeindruckend sind und danach ging es zum Huka Honey Hive. An die Imkerei ist ein netter Laden angeschlossen und man kann dort super leckeren Honig, Wein und viele andere Produkte probieren.

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Den Tag darauf sind Svenja und ich zum Spa Park spaziert. Dort gibt es heiße Quellen, in denen man baden kann und obwohl es draußen inzwischen ziemlich kühl ist, kann man es dort wirklich lange aushalten. Wir hatten den Otumuheke Stream ganz für uns alleine und das war wirklich ein sehr cooles Erlebnis!

Heute waren wir dann bis zum Mittag noch in Taupo und haben uns den Samstagmarkt angeschaut, der relativ klein aber auch total süß ist. Zum Essen ging es in das Café ninety nine und anschließend sind wir mit dem Bus eine Stunde nach Rotorua gefahren – Mein letzter Stop in Neuseeland, bevor ich in drei Tagen bereits wieder zurück nach Deutschland fliege.

Ich werde also meine letzten Tage noch besonders genießen und freue mich auch schon wieder auf Zuhause! Bis bald meine Lieben 🙂

Lake Tekapo

Svenja und ich haben die letzte Nacht in Christchurch verbracht und außer unserem Hostel und der Bar um die Ecke nicht viel gesehen. Da uns bereits einige gesagt haben, dass es sehenswertere Orte in Neuseeland gibt, haben wir die Stadt nur als kurzen Stop zum Schlafen eingeplant, damit es am nächsten Tag dann weiter nach Picton gehen kann.

Jetzt sitzen wir im Bus und stehen seit 45 Minuten immer noch an der gleichen Stelle, weil unser Fahrer überlegen muss, welche Route er nehmen kann. Denn seit dem Erdbeben, das es hier Ende 2016 gab, ist die Strecke zwischen Christchurch und Picton immer noch beschädigt und kann bei schlechten Wetterverhältnissen nicht befahren werden.

Da denke ich doch lieber an unseren sonnigen ersten Tag in Lake Tekapo… Der See ist wirklich so schön blau und es gibt immer noch ein paar Lupinen, für die der Ort so bekannt ist.

Der Himmel blieb bis zum Abend sternenklar und so konnten wir den atemberaubenden Nachthimmel bewundern, der nur an wenigen Plätzen auf der Welt so schön zu sehen ist wie in Lake Tekapo. Es gibt dort extra Star Gazing Touren, aber man kann auch einfach auf eigene Faust an den See gehen und den einzigartigen Blick auf die Sterne genießen.

Der Tag darauf war eher ein Reinfall. Wir wollten am Mount Cook eine Tageswanderung machen und haben deshalb einen Shuttle gebucht, der uns dort in der früh hingebracht hat und uns am späten Nachmittag wieder zu unserem Hostel nach Lake Tekapo fahren sollte. Das Wetter war zuerst auch noch schön, aber umso näher wir dem Aoraki Nationalpark gekommen sind, desto düsterer ist der Himmel geworden und es hat immer stärker angefangen zu regnen und zu winden. Nach zwei Stunden war ich von oben bis unten völlig durchnässt, der stürmische Wind hat einen fast weg geweht und vor lauter Nebel konnte man den größten Berg Neuseelands nicht einmal sehen. Wir haben dann entschlossen die Wanderung abzubrechen, obwohl wir nicht so recht wussten, wie wir die sechs Stunden bis wir in unserem Hostel ankommen würden klitschnass überstehen sollten. Ziemlich hilflos haben wir uns dann in eine Hütte gesetzt, in der wir zumindest ein Dach über dem Kopf hatten, aber kalt war es trotzdem noch und die Aussicht auf eine warme Dusche noch sehr weit weg. Nach kurzer Zeit hat sich unser Unglück dann doch noch gewendet: Wir wurden von einem Pärchen angesprochen und weil sie das gleiche Ziel hatten wie wir, haben sie uns in ihrem kleinen Van mitgenommen und zwei Stunden später sind wir in unserem Hostel in Lake Tekapo angekommen.

Den restlichen Tag über haben wir uns mit heißer Schokolade aufgewärmt und Filme geschaut. Ich bin immer noch sehr traurig, dass unsere Tour am Mount Cook wortwörtlich ins Wasser gefallen ist, aber so läuft das eben manchmal und unser Aufenthalt in Lake Tekapo war trotzdem sehr schön und entspannt.

Macht es gut 🙂 Eure Eva

Cromwell – Wanaka – Queenstown

Guten Morgen zusammen 🙂 Ich bin bereits wieder von Cromwell abgereist und nehme tolle Erlebnisse von den letzten drei Tagen mit auf meine weitere Reise.

Cromwell ist ein netter kleiner Ort, der am Lake Dunstan liegt und wir sind dort in einem sehr heimeligen Backpacker Hostel untergekommen. Am ersten Morgen sind wir mit dem Bus für einen Tagesausflug nach Wanaka gefahren. Dort liegt der Lake Wanaka, der einer der größten Seen auf der Südinsel Neuseelands ist und man kann dort wunderschön spazieren gehen. Im Wasser wächst dort der bekannte Wanaka Tree und im Moment kann man dort die tolle herbstliche Natur bewundern.

Am Abend haben wir mit ein paar Deutschen aus unserem Hostel Karten gespielt, mit denen wir uns dann für den nächsten Tag verabredet haben, um gemeinsam nach Queenstown zu fahren. Dort sind wir auf einen schönen Aussichtspunkt gelaufen, zu dem auch eine Gondel fährt. Auf dem Weg nach oben hatten wir noch Glück mit dem Wetter und dann hat es leider die meiste Zeit geregnet, aber dafür hatten wir einen tollen Blick auf die Stadt und einen Regenbogen.

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Zum Mittagessen sind wir zu Fergburger gegangen und ich habe mir den vegetarischen Burger Bun Laden bestellt, der für den Preis von knapp acht Euro riesig und auch noch super lecker ist. Man muss circa eine halbe Stunde auf sein Essen warten und die Atmosphäre ist sehr hektisch, deswegen weiß ich nicht, ob ich dort wieder hingehen würde, aber geschmeckt hat es auf jeden Fall. Vor dem Regen haben wir uns dann von Laden zu Laden versteckt und bevor es mit dem Bus wieder nach Cromwell ging, sind wir noch in das Café Patagonia, wo es das beste Eis gibt, das ich je gegessen habe!

Wegen dem schlechten Wetter konnten wir von Queenstown nicht so viel sehen, wie wir gerne wollten, aber die Zeit tickt und wir konnten uns dort leider auch nicht länger aufhalten. Inzwischen scheint wieder die Sonne und ich hoffe, dass uns das schöne Wetter für unser nächstes Ziel erhalten bleibt.

Sonnige Grüße! Eva 🙂

Franz Josef

Auf der Fahrt in das kleine Dorf Franz Josef, das am gleichnamigen Gletscher liegt, hat unser Bus einen kurzen Zwischenstop an den Pancake Rocks gemacht und das hat sich wirklich gelohnt!

Wir hatten zwar nur 45 Minuten Zeit, aber es hat gereicht, um den Rundweg zu durchlaufen (oder eher zu joggen) und an den sehenswürdigen Spots stehen zu bleiben. Danach haben wir uns im Café noch Pancakes bestellt, um unserem Touristen-Klischee voll und ganz zu entsprechen und wir haben es genossen.

Als wir dann in unserem Hostel angekommen sind, war es bereits Abend und wir haben vor allem Pläne für die kommenden Tage geschmiedet. Am nächsten Morgen haben wir uns am Frühstücksbuffet mit Müsli, Toast und Waffeln den Bauch voll geschlagen und anschließend sind wir bis zur Gletscherzunge des Franz Josef gewandert. Insgesamt waren wir gute drei Stunden unterwegs und auf der Strecke kommt man an schönen Wasserfällen vorbei. An den Gletscher kommt man ohne Helikopterflug oder ewiger Wanderung leider nicht so nah heran und gerade auf den Bildern sieht man sehr wenig. Aber die Wanderung hat uns trotzdem Spaß gemacht und wir konnten einen weiteren Punkt von unserer Bucket-Liste abhaken.

Etwas später sind wir dann noch eine halbe Stunde zu dem Tatare Tunnel spaziert, in dem man Glühwürmchen sehen kann. Das war wirklich ein Abenteuer, weil es in dem Tunnel stockdunkel ist und das Wasser bis zu den Knöcheln steht. Wir haben also unsere Schuhe ausgezogen und uns barfuß langsam voran getastet. Im Nachhinein wären Flip-Flops wohl sinnvoller gewesen, da die Steine ziemlich spitz sind und man mit der Kälte des Wassers schon genug zu kämpfen hat, aber die Glühwürmchen waren es wert. Im Whirlpool unseres Hostels konnten wir uns wieder aufwärmen und danach sind wir mit ein paar Leuten in die Ice Bar, in der man kostenlos Billard und Dart spielen kann und später haben ein paar sogar Karaoke gesungen. Es war ein toller Abend mit coolen Menschen und ich war fast ein bisschen traurig, dass wir für den nächsten Morgen schon einen Bus gebucht haben, der uns weiter Richtung Süden bringt.

Inzwischen sind wir nach sechs Stunden Busfahrt in Cromwell angekommen, wo wir drei Nächte bleiben werden. Die Busfahrt war sehr entspannt, wir haben wunderschöne Seen- und Berglandschaften gesehen und jetzt freue ich mich schon sehr auf die kommenden Tage.

Habt eine schöne Woche! Eure Eva 🙂

Abel Tasman Nationalpark, Nelson

Ja, wir haben es geschafft. Nachdem wir nach knapp vier Stunden Fahrt auf der Fähre in Picton angekommen sind, wollten wir uns mit unserem Schild schon an den Straßenrand stellen und unsere Däumchen nach oben strecken. Aber es war gar nicht nötig, denn direkt vor dem Terminal stand ein Bus und auf gut Glück haben wir gefragt, ob zufällig zwei Plätze frei geworden sind. Und siehe da: Gute zwei Stunden später standen wir vor unserem Hostel in Nelson und mussten nicht einmal etwas zahlen.

An unserem ersten Tag in Nelson haben wir den Samstagsmarkt auf dem Montgomery Square besucht, der quasi direkt im Zentrum der kleinen Stadt liegt. Es gibt dort frisches Obst und Gemüse, jede Menge Schmuck, Klamotten, Kosmetikartikel und sonstige selbstgemachte Produkte. Das Frühstück hätten wir uns davor eigentlich sparen können, denn an jedem Stand darf man kleine Leckereien probieren und schöne Souvenirs findet man auch 🙂

Anschließend sind wir noch durch ein paar Läden gebummelt, haben uns die Kirche angeschaut und am Abend ging es dann auf den nahegelegenen Botanical Hill, der sich im Zentrum Neuseelands befindet. Von dort aus hat man eine schöne Panorama-Aussicht und einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang.

Am zweiten und bereits letzten Tag in Nelson haben wir uns eine Wanderung im Abel Tasman Nationalpark vorgenommen. Dafür mussten wir mit dem Shuttle eine Stunde nach Marahau fahren und von dort aus ging es mit dem AquaTaxi weiter nach Anchorage. Die Bootstour hat schon super viel Spaß gemacht und dann sind wir die 12,2 Kilometer wieder zurück zu unserem Shuttle-Standort nach Marahau gewandert. Meine Highlights waren die Baby-Robben, die wir vom Boot aus gesehen haben und die wunderschönen goldfarbenen Strände.

Ich bin wirklich froh, dass wir Nelson als Aufenthalt eingeplant haben und ich hoffe, dass ihr einen genau so schönen Ostersonntag hattet wie wir.

Eure Eva 🙂