Lake Tekapo

Svenja und ich haben die letzte Nacht in Christchurch verbracht und außer unserem Hostel und der Bar um die Ecke nicht viel gesehen. Da uns bereits einige gesagt haben, dass es sehenswertere Orte in Neuseeland gibt, haben wir die Stadt nur als kurzen Stop zum Schlafen eingeplant, damit es am nächsten Tag dann weiter nach Picton gehen kann.

Jetzt sitzen wir im Bus und stehen seit 45 Minuten immer noch an der gleichen Stelle, weil unser Fahrer überlegen muss, welche Route er nehmen kann. Denn seit dem Erdbeben, das es hier Ende 2016 gab, ist die Strecke zwischen Christchurch und Picton immer noch beschädigt und kann bei schlechten Wetterverhältnissen nicht befahren werden.

Da denke ich doch lieber an unseren sonnigen ersten Tag in Lake Tekapo… Der See ist wirklich so schön blau und es gibt immer noch ein paar Lupinen, für die der Ort so bekannt ist.

Der Himmel blieb bis zum Abend sternenklar und so konnten wir den atemberaubenden Nachthimmel bewundern, der nur an wenigen Plätzen auf der Welt so schön zu sehen ist wie in Lake Tekapo. Es gibt dort extra Star Gazing Touren, aber man kann auch einfach auf eigene Faust an den See gehen und den einzigartigen Blick auf die Sterne genießen.

Der Tag darauf war eher ein Reinfall. Wir wollten am Mount Cook eine Tageswanderung machen und haben deshalb einen Shuttle gebucht, der uns dort in der früh hingebracht hat und uns am späten Nachmittag wieder zu unserem Hostel nach Lake Tekapo fahren sollte. Das Wetter war zuerst auch noch schön, aber umso näher wir dem Aoraki Nationalpark gekommen sind, desto düsterer ist der Himmel geworden und es hat immer stärker angefangen zu regnen und zu winden. Nach zwei Stunden war ich von oben bis unten völlig durchnässt, der stürmische Wind hat einen fast weg geweht und vor lauter Nebel konnte man den größten Berg Neuseelands nicht einmal sehen. Wir haben dann entschlossen die Wanderung abzubrechen, obwohl wir nicht so recht wussten, wie wir die sechs Stunden bis wir in unserem Hostel ankommen würden klitschnass überstehen sollten. Ziemlich hilflos haben wir uns dann in eine Hütte gesetzt, in der wir zumindest ein Dach über dem Kopf hatten, aber kalt war es trotzdem noch und die Aussicht auf eine warme Dusche noch sehr weit weg. Nach kurzer Zeit hat sich unser Unglück dann doch noch gewendet: Wir wurden von einem Pärchen angesprochen und weil sie das gleiche Ziel hatten wie wir, haben sie uns in ihrem kleinen Van mitgenommen und zwei Stunden später sind wir in unserem Hostel in Lake Tekapo angekommen.

Den restlichen Tag über haben wir uns mit heißer Schokolade aufgewärmt und Filme geschaut. Ich bin immer noch sehr traurig, dass unsere Tour am Mount Cook wortwörtlich ins Wasser gefallen ist, aber so läuft das eben manchmal und unser Aufenthalt in Lake Tekapo war trotzdem sehr schön und entspannt.

Macht es gut 🙂 Eure Eva

Autor: inspireva.blog

Hallo! Ich bin Eva. Ich lebe in Konstanz und studiere Literatur- Kunst- und Medienwissenschaft. Auf meinem Blog möchte ich euch von meinen Reisen erzählen, Fotos teilen und meine Leidenschaft für das Schreiben verwirklichen.

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